Info getrennt lebende Eltern

Informationen der Schulleitung

 

Information von getrennt lebenden Eltern:

(Auszug aus dem Merkblatt der Erziehungsberatung des Kantons Bern)

 

Die Anzahl getrennt oder geschieden lebender Mütter und Väter hat in den vergangenen Jahren markant zugenommen.

Wie sieht es hier mit der Informationspflicht der Schule aus?

 

Um Eltern korrekt informieren und in die Zusammenarbeit einbeziehen zu können, sollten Lehrpersonen Kenntnis haben von der familiären Situation ihrer Schülerinnen und Schüler, insbesondere in Bezug auf die Regelung der elterliche Sorge und Obhut.

Hier gilt, dass die erste Bezugsperson für die Lehrkräfte der Elternteil ist, bei dem ein Kind mehrheitlich lebt. Dieser Elternteil ist die Ansprechstelle für die Lehrkräfte.

Wir gehen davon aus, dass die Informationen dann von dort an den anderen Elternteil weitergegeben werden!

 

Manchmal ist es leider so, dass Elternteile nicht mehr miteinander klarkommen.

In diesem Fall sind die Lehrpersonen beiden Elternteilen gegenüber zur Information verpflichtet (auch dem Elternteil gegenüber, der kein Sorgerecht hat! Allerdings muss dieser Elternteil die Informationen verlangen).

Die Schule informiert über Leistungen, Verhalten und Entwicklung des Kindes sowie über Termine (z.B. von Elterngesprächen oder Ausflügen). Der nichtsorgeberechtigte Elternteil darf sein Kind im Unterricht besuchen und auch an Elternabenden, Aufführungen, Ausstellungen und Besuchstagen etc. teilnehmen.

Dazu die gesetzliche Grundlage:

 

Art. 275a ZGB Information und Auskunft

Eltern ohne elterliche Sorge sollen über besondere Ereignis-se im Leben des Kindes benachrichtigt und vor Entscheidungen, die für die Entwicklung des Kindes wichtig sind, angehört werden.

Sie können bei Drittpersonen, die an der Betreuung des Kindes beteiligt sind, wie namentlich bei Lehrkräften, Ärztinnen und Ärzten, in gleicher Weise wie der Inhaber der elterlichen Sorge, Auskünfte über den Zustand und die Entwicklung des Kindes einholen.

 

Sollten aufgrund einer Scheidungsvereinbarung oder einer Verfügung einer Behörde die Rechte eines Elternteils eingeschränkt worden sein, müssen die Lehrpersonen davon wissen, sonst werden sie gemäss Art. 275a ZGB vorgehen.

 

Bei Fragen und Unklarheiten wenden Sie sich bitte an die Schulleitung.

 

Jürg Lobsiger, Beat Eicher