Projektwoche in Frutigen
Unsere Landschulwoche dauerte vom 27. bis 30. Mai 08. Wir konnten erst am Dienstag, den 27. Mai gehen, weil wir am Montag den, 26. Mai noch unsere P9 Projekte vorstellen mussten.
Also trafen wir uns am 27. Mai um 7.15 Uhr beim Bahnhof in Büren. Um 8.15 Uhr fuhren wir mit dem Zug Richtung Lyss. Danach nach Bern und weiter nach Frutigen. Vom Bahnhof aus mussten wir ein kleines Stück gehen, da das Sportzentrum ein paar Meter entfernt lag.
Als wir beim „Frutighus" ankamen, mussten wir zuerst ein paar Minuten warten, da Herr von Arb mit der Besitzerin noch Formalitäten zu klären hatte. Danach konnten wir unsere Zimmer beziehen. Wir schliefen in dieser Woche in einem Massenlager. Unser Lehrer bekam natürlich ein Einzelzimmer und unsere zwei Begleitpersonen ein Zweierzimmer. Wie gerade erwähnt, begleiteten uns noch zwei weitere Leiter, die Eltern von Herrn von Arb. Sie waren aus Kanada angereist und waren drei Wochen hier in der Schweiz. Eine Woche davon haben sie uns nach Frutigen begleitet.
Im Gegensatz zum Skilager hatten wir dieses Mal keinen Küchendienst. Wir konnten uns nur hinsetzen und das Essen geniessen. Die einzige Arbeit, die wir zum Essen verrichten mussten, waren Tischdecken und abräumen. Aber das war ja kein Problem.
Die Sportanlage in Frutigen war sehr gross. Es hatte ein Fussballfeld, einen Hartplatz, eine Minigolfanlage und Pingpong Tische. Nebenan waren das Schwimmbad, das Hallenbad (mit Whirlpool) und das
Sportzentrum. Auf dem Freibadgelände waren noch zwei Volleyballfelder integriert.
Jeden Tag bestritten wir ein oder zwei Spiele. Deshalb teilte Herr von Arb die Klasse in zwei Gruppen auf. Ende der Woche zählten die Gruppen ihre gewonnenen Spiele zusammen. Somit ermittelten wir,
welche Gruppe der Gesamtsieger der Woche wurde. Die Gruppen sahen folgendermassen aus:
Mannschaft 1 Mannschaft 2
Martina
Darja
Chantal
Michaela
Jessica
Andrea
Stephanie
Manuela
Beatrice
Evelin
Herr von Arb
Stefan
Manuel
Marc
André
Roman
Jürg Arun
Stets um 12.00 Uhr gab es Mittagessen. Am ersten Tag gab es Spaghetti mit verschiedenen Saucen. Nach dem Essen mussten wir uns bereit machen für das erste Spiel des Turniers. Wir besammelten uns
auf dem Hartplatz. Es war ein Basketballspiel geplant. Aber es stellte sich dann heraus dass es nur einen Korb hatte, also spielten wir Streetball. Das Spiel dauerte drei mal 20 Minuten. Mannschaft 2
gewann das Spiel 47:25.
Nach dem Wettkampf durften wir uns ins Schwimmbad abkühlen gehen. Wir blieben bis 17.15 Uhr. Danach gingen wir alle miteinander zurück ins Frutighaus. Bis zum Abendessen hatten wir Zeit für uns. Die
meisten waren duschen, hörten Musik oder spielten sonst etwas. Wir durften sogar wählen, wann wir Abendessen wollten. Wir besprachen und einigten uns auf 19.00 Uhr. Es gab Reiseintopf. Nach dem
Abendmahl hatten wir immer etwas Freizeit. Mit dem Abendprogramm starteten wir um 20.15 Uhr. Michaela, André, Manuel und Evelin hatten das Promispiel vorbereitet. Anschliessend konnten die, die noch
wollten, unten bleiben und noch weitere Spiele spielen. Die anderen durften ins Bett. Um 23.00 war eigentlich Nachtruhe, aber wenn wir noch unten waren und Gesellschaftsspiele spielten, durften wir
etwas länger aufbleiben.
Am Mittwochmorgen wurden wir um 08.00 Uhr geweckt. Denn bereits um 08.30 Uhr gab es das Morgenessen. Eine Stunde später trafen wir uns im Aufenthaltsraum um die erste und zweite Szene von unserem
Theater einzuüben. So wie jeden Tag gab es um 12.00 Uhr Mittagessen. Es standen Schweinsbraten, Bouillonkartoffeln und Gemüse auf dem Menüplan. Das Fussballspiel startete um 13.30 Uhr. Es dauerte
zwei mal 45 Minuten. Während dem Spiel besuchte uns Sanna Christen (die Freundin von Herrn von Arb). Ihre Kinder, Lina und Ben, waren ebenfalls dabei. Sie blieben bis am Abend und dann fuhren sie
wieder nach Hause. Dieses Mal sah es für die erste Mannschaft nicht schlecht aus. Das Spiel endete aber doch noch mit 8:3 für Mannschaft zwei (wer hätte es gedacht?;-) Herr von Arb hatte uns von
einer Überraschung nach dem Turnier erzählt. Alle waren gespannt und freuten sich darauf. Doch als wir erfahren hatten, dass wir eine noch Aerobicstunde zu absolvieren hatten, war die Begeisterung
nicht mehr bei allen so gross wie am Anfang. Trotzdem machten doch noch alle ziemlich gut mit. Anschliessend war wieder Badezeit. Nach dem Schwimmbad konnten wir duschen gehen und hatten Freizeit bis
zum Abendessen.
Es gab: Älplermagronen und Apfelmus. Die Abendunterhaltung begann um 19:45 Uhr. Bis dahin konnten wir, so wie jeden Abend, das machen wozu wir gerade Lust hatten, wie zum Beispiel: Pingpong
spielen oder in unseren Zimmern Musik hören. Für das Abendprogramm am Mittwochabend waren Andrea, Manuela, Beatrice, Roman und Marc zuständig. Sie hatten folgendes geplant: Zuerst ein
Apfel-Wettessen. Anschliessend mussten sich zwei Schüler einen Schokokopf mit verbundenen Augen füttern. Es war sehr unterhaltsam und im Nachhinein konnten wir auch viel putzen. So wie jeden Abend
war wieder um 23.00 Uhr Nachtruhe und wenn es noch welche gab, die im Aufenthaltsraum bleiben und spielen wollten, durften sie es auch.
Der Donnerstagmorgen begann für uns wieder um 08.00 Uhr. Um 08.30 gab es wie jeden Morgen das Frühstück und eine Stunde später fingen wir an das Theater (Szene 3 und 4) zu üben, bis es Mittagessen
gab.
Dieses Mal gab es gebratene Pouletbrust an einer Champignonsauce und dazu Bratkartoffeln. Zum Dessert bekamen wir Erdbeeren mit Rahm serviert. Zum Glück war schönes Wetter, denn wir hatten am Nachmittag ein Volleyballspiel. Es spielten die Mädchen von Mannschaft 1 gegen die aus Mannschaft 2 und bei den Jungs das Gleiche. Je drei Sätze wurden gespielt. 2:1 gewannen die Mädchen aus Mannschaft 2 und die Jungs, die schneller fertig waren und die Mädchen noch ein wenig angefeuert hatten, verloren den Match (2:1 für Mannschaft eins). Nach dem Spiel erwartete uns eine zweite Überraschung. Eigentlich war es keine Überraschung mehr, weil Herr von Arb sich vorher verraten hatte. Da unser Lehrer auch noch „Indoor Cycling- Instruktor" ist, ging die ganze Klasse in einen Trainingsraum um Velo zu fahren. Aber bevor wir angefangen hatten, dauerte es schon mal eine Weile, bis alle Fahrräder eingestellt waren. Die ganze „Fahrt" dauerte eine ganze volle Stunde! Einige meiner Klassenkameraden hatten es sich auch anstrengender vorgestellt als es dann schlussendlich war. Nach der Trainingsstunde konnten wir ins Hallenbad gehen. Als wir dort ankamen, steuerten alle gleich in eine Richtung, nämlich zum Whirlpool! Dort entspannten wir uns richtig. Die Eltern von Herrn von Arb waren auch mitgekommen. Zum Essen um 19.00 Uhr waren wir wieder zu Hause. Dieses Mal gab es Käseschnitten und Salat. An diesem Abend waren Chantal, Jessica, Darja, Arun und Stephanie mit dem Abendprogramm an der Reihe. Wir mussten Begriffe ohne Worte vorspielen (Pantomime), während zwei Gruppen die Begriffe erraten mussten. In einer anderen Runde mussten wir sie noch mündlich umschreiben ohne die geschriebenen Wörter auf dem Kärtchen zu erwähnen. Es war ziemlich schwierig, aber es wurde auch viel gelacht. Später gingen wir ins Bett.
Am nächsten Morgen standen wir wie jeden Tag um 08.00 Uhr auf. Das Morgenessen war wie immer um 08.30 Uhr. Nach dem Essen hatten wir nicht am Theater weiter geübt, sondern unser zweitletztes Spiel
gespielt. Jetzt war noch Unihockey an der Reihe. Die erste Mannschaft gewann 7:6. Jetzt stand es im Gesamtklassement der Spiele 3:1 für Mannschaft zwei. Am Nachmittag stand noch ein letztes Spiel an.
Dort konnte sich noch alles ändern. Um 11.00 Uhr mussten wir unsere Zimmer räumen. Nachher konnten wir essen gehen. Das Menü am Mittag war Gemüsereis und Fischfilets mit Salat. Bis um 13.30 Uhr
hatten wir etwas Zeit für uns. Wir hatten an diesem letzten Tag auch viel mehr Freizeit als in anderen Lagern, da wir uns nur um unser Gepäck kümmern mussten. Bruno (der Stiefvater von Herrn von Arb)
war so freundlich und lud fast alle unsere Sachen in seinen PW. So mussten wir uns kaum noch um etwas anderes kümmern.
Jetzt war noch das Minigolfturnier an der Reihe. Es spielten immer zwei Mädchen von einer Gruppe gegen zwei Mädchen von dem Gegnerteam. Bei den Jungs dasselbe. Nach dem Spiel waren alle gespannt auf
das Resultat. Herr von Arb verkündete uns noch die Endresultate vom Minigolf. Die Jungs hatten den Ausgleich im Gesamtklassement geschafft! Es stand nun 3:3. Jetzt mussten wir nur noch wissen, wer
von den Mädchen besser war. Am Anfang lag Mannschaft zwei vorne, doch die erste Mannschaft hatte beide Spiele beim Minigolf gewonnen. So stand es schlussendlich im Schlussklassement der Spiele 4:3
für Mannschaft eins. Um 15:30 Uhr traten wir unsere Rückreise an. Die Zugfahrt war nichts Besonderes. Um 17:11 Uhr kamen wir in Büren an. Wir nahmen unsere Sachen, verabschiedeten uns und gingen nach
Hause.
Wir fanden, dass die Landschulwoche sehr anstrengend aber auch super lustig war. Es war eine ziemlich andere Landschulwoche als wie wir sie bisher kannten. Dieses Mal mussten wir nicht wandern gehen, sondern konnten Sport treiben, schwimmen gehen, unser Theater üben und viele andere spannende Sachen machen. Es war eine super Woche und wir hatten unseren Spass.
Bericht von Manuela Geisser