Unterwegs

Während unserer Projektwoche „Unterwegs“, setzten wir uns mit den folgenden 3 Themen auseinander:

 

1.Wie sind Menschen unterwegs, die körperlich beeinträchtigt sind, Menschen, die   sich kaum fortbewegen können, nichts sehen?

 

2.Verschiedene Arbeiten verrichten, um möglichst viel Geld zu sammeln, welches wir dann den Menschen spenden können, die darauf angewiesen sind.

 

3. Im Gegensatz zum ersten Thema, wollten wir uns möglichst intensiv bewegen, verschiedene Sportarten treiben.

 

Montagvormittag: Blindheit

Am Montagmorgen bearbeiteten wir im Schulhaus die Themen rund um die Blindheit. Zuerst schauten wir uns die Blindenschrift an. Um die Blindenschrift schreiben zu können, verwendeten wir einen Griffel und eine Schreibtafel. Wir mussten gegenseitig unsere geschriebene Sätze entziffern. Danach schauten wir einen Video über eine Blinde, die über ihr Leben erzählte. Nach dem Video liefen wir mit Simmulationsbrillen im Schulhaus herum.
Während dieser Zeit holten Anne & Melissa unseren Gast, Frau Gatti, eine blinde Frau am Bahnhof ab.
Zuerst mussten wir uns vorstellen und erklären, wie wir aussehen, damit sie sich das vorstellen kann. Frau Gatti zeigte uns ihre Hilfsmittel, die sie im Alltag benutzt. Sie besitzt einen Blindenstock, ein sprechendes Natel und eine Schreibmaschine für die Blindenschrift. Am meisten imponierte uns die vibrierende und gleichzeitig sprechende Armbanduhr. Anschliessend stellten wir unsere vorher ausgedachten Fragen. So kamen wir ins Gespräch und erfuhren sehr interessante Sachen. Um 12 Uhr war dieser interessante Morgen schon vorbei. Es war sehr lehrreich.

Anne Thallinger & Melissa Züttel

Montagnachmittag: das Rugbytraining

Am Montagnachmittag trafen wir uns am Bahnhof in Büren. Da wir herausfinden wollten, ob man trotz Behinderung Sport treiben kann, fuhren wir nach Bern, um bei einem Rugbytraining von Tetraplegiker dabei zu sein. Tetraplegiker sind nicht nur Querschnittgelähmt, sondern können zum Teil nicht mal ihre Arme richtig bewegen.
Wir freuten uns alle riesig auf dieses Training. Frau Widmer, Rahel's Mutter, begleitete uns auf dieser Reise.
Das Training fand in einer Turnhalle in Tiefenau statt. Als wir nach einem kurzen Fussmarsch bei der Turnhalle ankamen, bereiteten sich die Leute aufs Training vor. Sie hatten spezielle Rollstühle, damit niemand verletzt wurde. Wir wurden herzlich empfangen. Zuerst erklärte uns der Leiter des Trainings die Regeln des „Rollstuhlrugby's". Weil wir danach mitspielen durften. Über diese Nachricht freuten wir uns sehr. Alle hatten zu Beginn ein bisschen Angst, doch vier mutige Jungs machten den Anfang.
Es gab zwei Mannschaften und das Ganze wurde mit einem Volleyball gespielt. Ein Spieler jeder Mannschaft, musste mitsamt des Balles über die gegenüberliegende Linie fahren. Damit gab es einen Punkt. Auch wir probierten unser Glück. Es machte unheimlich viel Spass, doch es war auch ziemlich anstrengend. Doch schon bald mussten wir uns auf den Rückweg machen, um den Zug nicht zu verpassen. Doch leider waren wir um zwei Minuten zu spät und der Zug fuhr ohne uns los. 
Nadia Mutti und Anja Schläppi

Dienstagmorgen: Altersheim

Voller Elan gingen wir ins Altersheim in Büren, wo uns eine Führung von Herrn Meichtri erwartete. Erst besuchten wir ein Altersheimzimmer, dessen Bewohner leider vor Kurzem verstorben war. Herr Meichtri erzählte uns sehr viel über den Altersheimeintritt. Zum Beispiel: damit ihnen der Eintritt leichter fällt, dürfen sie ihre eigenen Möbel mitbringen und ihr Zimmer nach ihren Wünschen einrichten. Zur Grundausstattung jedes Zimmers, gehört ein Badezimmer samt Dusche, Lavabo und WC, sowie ein Pflegebett. Anschliessend zeigte er uns eine altersgerechte Badewanne und erklärte uns deren Funktionen. Wir besuchten auch den hauseigenen Coiffuresalon. Dann sponserte uns das Altersheim ein „Znüni".

In der Schule hatten wir etliche Fragen vorbereitet, die wir den Altersheimbewohnern stellen könnten. Herr Meichtri hatte drei ältere Damen eingeladen, die im Stande waren, unsere Fragen zu beantworten. Wir hatten drei Sprecher, die unsere Fragen stellten und die Antworten waren sehr aufschlussreich. Wir stellten Fragen wie:
• Wie gefällt es Ihnen im Altersheim?
• Wie ist der Tagesablauf da?
• Was haben Sie für eine Beziehung zum Personal?
• Machen Sie sich Gedanken über den Tod?
Es war sehr beeindruckend, wie offen sie darüber sprachen.
Nach etwa einer Stunde waren alle Fragen beantwortet. Anschliessend wurde nochmals eine kleine Pause eingelegt.
Nach der Pause erklärte uns Herr Meichtri etwas über Demenz und anschliessend zeigte er uns noch einen Film. In dem Film ging es um die drei Formen der Demenz. Der Film war sehr informativ und interessant.
Um 11.45 Uhr war der Morgen auch schon wieder vorbei.
Ricarda Lutz & Andrea Stuber

Dienstagnachmittag: Sozialarbeit

Am Mai-Markt in Büren, hatten wir als Klasse einen Marktstand aufgestellt. Der Markt war eine Woche vor der Projektwoche. Wir hatten eine Liste vorbereitet für die Leute. Man konnte sich einschreiben wann, wo und was man für Arbeiten bieten konnte.
Die Arbeit bestand für uns darin, bei fremden Leuten Hausarbeiten zu verrichten. Wir dachten uns, dass Fenster putzen, Kinderhüten und Gartenarbeiten gut geeignete Arbeiten für uns Schüle sind. Die Liste war ein Erfolg. Es hatten sich viele Leute eingetragen. Die ganze Klasse hatte somit eine Arbeit erhalten.
Am Dienstagnachtmittag in der Projektwoche ging es los. Die meisten von uns mussten Fenster putzen. Bei dieser Hitze zu arbeiten war schon recht mühsam. Aber es war für einen guten Zweck und wir gaben nicht auf. Nach zwei Stunden Arbeit bekamen wir einen angemessenen Lohn. Es waren zwei harte Stunden aber es hat trotzdem spass gemacht.
Lukas Flück & Janos Finger

Mittwochmorgen: Sozialarbeit

Am Mittwochmorgen ging ich zur Familie Finger. Als ich dort ankam, wurde ich freundlich empfangen. Janos, mit dem ich arbeiten musste, wartete bereits an der Arbeitsstelle auf mich. Die Garage war heute unsere Baustelle. Am Anfang erklärte uns Frau Finger, was wir tun müssen. Wir mussten alles was am Boden lag hinausstellen und anschliessend den Boden putzen. Nach etwa 10 Minuten hatten wir alles hinausgestellt. Nach weiteren 10 Minuten hatten wir auch den Boden geputzt. Wir stellten die Sachen wieder hinein und gönnten uns eine kleine Pause. Später befreiten wir den Balkon vom Dreck und Staub. Nach etwa einer Viertelstunde war das erledigt. Danach sortierten wir Janos's Bälle. Diejenigen Bälle die er nicht mehr wollte, zerschnitten wir und warfen sie in den Papierkorb.
Nach dieser Arbeit bei der Familie Finger, musste ich noch zwei Stunden in der Bibliothek im Schulhaus arbeiten. Und so verging unser Mittwochmorgen in der Projektwoche.
Patrick Frieden

Donnerstag: Forest Jump

Wir starteten am Donnerstagmorgen, den 29. Mai um 8.00 Uhr am Bahnhof Büren an der Aare. Um 8.15 Uhr fuhr der Zug los, Richtung Biel. Auf dem Weg dorthin, holten wir unsere Begleitperson Frau Saager ab. In Biel zeigte uns Frau Saager noch die Fan Zone. Nun ging es von Biel nach Les Près d'Orvin. Nach vielen Kurven hinauf, kamen wir endlich an einer Bushaltestelle in Les Près d'Orvin an. Doch wir waren noch lange nicht am Ziel. Es hiess noch eine Stunde wandern, bis wir endlich im Seilpark „Forest Jump" vergnügen durften. Die Hitze stach uns ins Gesicht und schon nach ein paar Schritten hiess es:" I ma nümme!". Mit Mühe wanderten wir ohne Pause weiter und kamen schliesslich bei der Bison Ranch an. Von da aus war es nicht mehr weit und bald konnten wir Seile und Leute auf den Bäumen sehen. Wir waren endlich da. Wir machten eine kleine Pause und dann probierten wir Handschuhe und „Gschtäutli" an. Als alle passend gekleidet waren, konnte es losgehen. Aber zuerst ein Probeversuch, den uns eine Frau an einer kleinen Anlage zeigte. Sie erklärte uns, wie man richtig sicherte und wie man auf einem langen Seil sausen konnte. Als alle diese Übung gemacht hatten, durfte man auf die Bahnen gehen. Zur Auswahl hatten wir folgende Bahnen: Easy Jump, Robin Hood, Pinoccio, Tell, Tarzan, Jet und Speed. Alle Bahnen hatten einen bestimmten Schwierigkeitsgrad. Nach wenigen Minuten hingen alle in den Bäumen und zeigten, wie sie klettern konnten. Obwohl unsere Lehrerin Frau Desku nicht klettern wollte, hatte sie trotzdem sehr viel Spass und Vergnügen, uns zuzusehen. Stunden vergingen im Nu und manche machten zwischendurch eine Pause. Zum Teil wurde gebrätelt. Das Klettern ging ziemlich in die Beine und alle waren am Schluss sehr erschöpft. Um 14.30 Uhr war der Spass zu Ende. Wir machten uns wieder auf den Rückweg und an das anstrengende Wandern. Während dem Wandern, zeigten uns ein paar Jungs ihre Künste beim Essen von Blumen. Da gab es trotz den müden Beinen manches zu lachen. Der Weg zurück verlief gut und am Abend kamen wir wieder am Bahnhof in Büren an. Es war ein super Donnerstag der Projektwoche im Forest Jump. 
Larissa Laubscher & Lara Ruprecht

Freitagvormittag: Minigolf

Die 7. Sek besammelte sich am Freitagmorgen um 8.15 Uhr im Schulhaus. Als wir dann alle startklar waren, samt den Lehrkräften, Frau Desku und Herr Lobsiger, fuhren wir mit den Fahrrädern los, Richtung Lyss. Unser Ziel war das Sportzentrum Kolibri. Dort angekommen, freuten sich alle schon auf das Minigolfspielen. Jeder bekam Ball und Schläger und shcon ging's los. Die verschiedenen Gruppen verteilten sich auf den 18 Bahnen. Als alle fertig waren, machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Mattia Rüfenacht & Tobias Hugi

Freitagnachmittag: Badi

Am Freitagnachmittag besuchten wir die Badi in Büren. Es war perfektes Badewetter. Uns begleitete Frau Desku und ihr Kolleg Herr Arioli. Als erstes machten wir drei Gruppen. Immer zwei Gruppen spielten gegeneinander Volleyball. Die Gruppe die übrig blieb, durfte ins Wasser. Nach einem Volleyballspiel durften die Gewinner ins Wasser gehen und diejenigen, die im Wasser waren, mussten Volleyball spielen. Nachdem alle Gruppen gegeneinander gespielt hatten, durften dann alle ins Wasser gehen.
Zum Abschluss dieser schönen und doch anstrengenden Projektwoche, zahlte uns Frau Desku eine Glace.
Rahel Bandi & Rahel Widmer